BÜNDNIS GEGEN RECHTS

Wer sind wir ?

Ein Bündnis aus interessierten und engagierten Personen, Initiativen, Vereinen und lokalen Firmen, mit unterschiedlichem Background und verschiedenen Meinungen sowie der gemeinsamen Einsicht, den Neonazis keinen Raum für ihre menschenfeindliche Ideologie zu überlassen.

Wie fing es an ?

Begonnen hat es mit einem bedrohlichen Auftritt mehrerer Männer in martialischer Tracht im Cafe Grenzbereiche. Eine Verquickung zwischen Rocker- und Neonazi-Milieu war nicht zu übersehen.
Dank eines über Jahrzehnte gewachsenen Klimas für Engagement und Solidarität in dieser Region sind dem ersten Ruf nach Unterstützung zahlreiche Akteure und Akteurinnen nicht nur mit Tatendrang sondern auch eigenen Erfahrungen mit Neonazis auf dem Dorf gefolgt.
So entstand das „Bündnis gegen Rechts“.
Immer mehr Informationen wurden zusammen getragen welche die Dimensionen rechter Organisierung sichtbar werden ließen.

Was wollen wir ?

Ein Leben ohne Nazis ist unsere Vision – ein komplexes Ziel in der Entwicklung für einen Lebensraum mit einer Alltagskultur ohne Diskriminierung von Gruppen und Personen. Dazu gehört ein gehöriges Maß an menschenwürdiger und gleichwertiger Haltung bei jeder und jedem selbst und anderen gegenüber.
Dazu gehört auch, Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen, einzubeziehen und sie dabei ernst zu nehmen. Das bedeutet zudem, die Grenzen der Toleranz fortwährend auszuloten, sie zu benennen und sich zu positionieren. Menschenfeindlichkeit hat dabei keinen Platz.

Was wollen wir tun?

Wir wollen…
… Menschen vor Ort und in der Region über Nazis und deren menschenfeindliche Ideologie aufklären;
… die Menschen, die sich von Nazis bedrängt oder bedroht fühlen, unterstützen und ermutigen, Stand zu halten;
… Unterwanderung von Vereinen, Einrichtungen und Projekten aufdecken und verhindern;
… den öffentlichen Raum für menschenfeindlichen Ideologien einschränken und Nazis keine Bühne bieten;
… Menschen vor Ort positive Erfahrungen durch Solidarität ermöglichen und diese sichtbar machen.

Wie kann ein Thema in einer Region behandelt werden, in der es wenig bis keine Problemwahrnehmung gibt?

Uns ist es zunächst wichtig, Informationen über konkrete Ereignisse und neonazistische Strukturen und deren politische Strategien weit zu streuen. Denn jenseits rechter Straftaten, deren bewusster oder unbewusster Effekt die Einschüchterung ist, treten Neonazis gezielt in die kommunikativen Lücken in Politik, Zivilgesellschaft und Medien.
Politik und Medien könnten einen Beitrag leisten, indem sie zu aller erst die Betroffenen ernst nehmen und und ihre Stimme sichtbar und hörbar machen.
Auch in einem Ort, in dem Nazis vielleicht anders aussehende oder anders denkende Menschen
nicht jagen und zusammenschlagen, sondern nette und hilfsbereite Nachbar_innen mimen, ist es dennoch nicht in Ordnung, menschenverachtende Ansichten zu haben und bestimmte Gruppen abzuwerten.
Neonazismus zu bekämpfen ist ein komplexes Feld. Es reicht nicht, Nazis zu vertreiben. Um eine lebendige und gleichwertige Alltagskultur zu erhalten und weiter zu entwickeln, muss sich oft in vielen Bereichen des kommunalen Lebens etwas ändern.

Bisherige Aktivitäten des Bündnis gegen Rechts

Öffentliche Info-Veranstaltungen zu:
- den rechten Strukturen in der Region und die Verbindung von Rockern und Neonazis
- den rechten Parteien bei der Europawahl
Info-Veranstaltung für Menschen aus Wibbese und Umgebung, unter Ausschluss der ortsansässigen Rechten. Prämisse: kein Dialog mit den Rechten sondern Aufklärung und Stärkung derer, die sich wehren
Zur Kulturellen Landpartie 2014 wurde an vielen Orten das Plakat „schöner leben ohne Nazis“ aufgehängt und Informationszettel beigelegt – es gab große positive Resonanz und es wurden viele Plakate für andere Regionen bestellt.
Die nächste Informationsveranstaltung findet am 4. Oktober mit folgenden Themen statt:
-Bericht zweier unerschrockener Bewohner_innen aus dem Dorf Jamel in Mecklenburg-Vorpommern, in dem überwiegend Neonazis leben
- Aktuelle Situation im Wendland und in der angrenzenden Altmark
Geplante Info-Veranstaltung für Januar:
- Rechte Unterwanderungsversuche in Umweltverbänden

Was kannst du beitragen?

-Zeige Zivilcourage!
- Schweige nicht, wenn Neonazismus verharmlost oder gar gerechtfertigt wird!
- Schau nicht weg, wenn Neonazis Gewalt androhen oder gar ausüben!

Wir waren selbst überrascht, was es bereits an rechten Strukturen im Wendland gibt. Wenn Du weitere Hinweise hast, wende Dich vertrauensvoll an uns: kofnwendland@riseup.net
oder nutze einen der Briefkästen, die sich in verschiedenen Lokalitäten im Landkreis befinden.

Antifaschistische Aktion LG/Uelzen/AZ Kim Hubert Salzwedel/Bild & Ton/Bioladen Oikos/Buchladen Hielscher/Bürgerinitiatibe Umweltschutz e.V./ Café Kollektiv Diahren/ DER ROTE FADEN/Ermittlungsausschuss Wendland/Freie Bühne Wendland/Gorleben Archiv/Kiez e.V./Kommunikationszentrum Meuchefitz/Kulturelle Landpartie e.V./KURVE Wustrow/Mediationsteam Wendland/Altmark e.V./Nadine Werner Buch- und Papiergestaltung/Pfoten & Co./Sanitätshaus Brunsmeier/Sprechzimmer/TischlerMeister Reinecke/Wendawatt/Wendland Connection/Wendland-Kommungen